Amanatsu

Die Amanatsu, auch Natsu Mikan oder Daidai Mikan genannt, ist eine Rarität unter den Zitrusfrüchten. Der Name dieser Frucht bedeutet übersetzt süßer Sommer und alleine diese Bezeichnung macht diese gelblich bis orange Frucht charmant.

Sie ist etwa so groß wie eine Orange/Apfelsine, präsentiert sich jedoch mit einer leicht abgeflachten Optik. Die Blüten dieser Zitrusfrucht sind weiß und duften sehr intensiv.

Die Blätter sind fest, leicht oval und weisen eine dunkelgrüne Farbe auf. Auch die Blätter verfügen über einen sehr angenehmen Duft.

Name und Herkunft der Amanatsu

Bei der Amanatsu handelt es sich um eine hybride Zitrusfrucht. Sie dürfte aus Mandarine, Pampelmuse und Bitterorange entstanden sein.

Von der Pampelmuse hat die Amanatsu die Größe und von der Bitterorange das besondere Aroma geerbt. Diese Zitrusfrucht sollte besonders lange am Baum reifen. Nur so kann sich das wunderbare und typische Aroma entwickeln, welches süß, bitter und säuerlich zugleich ist.

Sie wurde erst in den 1950-er Jahren veredelt. Als “Erfinder” der Amanatsu gilt der Züchter Kawano aus Oita auf den Kyushu Inseln, der diese Frucht in großem Stil kultiviert hatte. Die ersten Spuren der Amanatsu führen jedoch auf das Jahr 1740 zurück. Hier wurde diese Frucht bereits das erste Mal in der Yamaguchi Präfektur in Japan erwähnt.


Die Amanatsu kommt aus dem Süden Japans. Dadurch ist diese Pflanze nicht winterhart.

In europäischen Breitengraden sollte die Pflanze überwintert werden. Da die Amanatsu aber eine relativ robuste Zitrusfrucht ist, kann sie sehr lange im Freien verbleiben. Dies ist besonders wichtig, wenn die Pflanze Früchte trägt. So kann die Sonne etwas länger für die herrliche Süße in den Früchten sorgen.

Überwintert soll die Amanatsu in Räumen mit viel Licht von aussen werden. Die optimale Temperatur beträgt zwischen 5° Celsius und 10° Celsius. In Wohnungen darf die Amanatsu jedoch nicht überwintert werden. Durch das geheizte Klima und das relativ schlechte Verhältnis zum Licht wird dadurch das natürlich Wachstum dieser Zitrusfrucht gestört.

Vorteile und Nachteile der Zitrusfrucht Amanatsu

Nachdem die Zitrusfrucht so lange als möglich am Baum reifen konnte wird diese geerntet. Danach wird diese traditionell in Japan einige Monate gelagert, bis sie verzehrt wird. So kann sich die Säure noch etwas abbauen und die Frucht präsentiert sich mit einem süßen und vollmundigen Aroma.

Die Amanatsu lässt sich sehr gut lagern. Wichtig ist, dass die Frucht trocken gelagert wird, und die Luft zirkulieren kann. Im Kühlschrank sind diese Früchte für mehrere Wochen haltbar.

Amanatsu Zitrusfrüchte sind tolle Lieferanten für Vitamin C und B1. Weiter enthalten diese gesunden Früchte Kalium, Folsäure, Niacin und Magnesium.

Die Amanatsu lässt sich besonders gut schälen und wer die kräftige Säure liebt, kann de Zitrusfrucht auch direkt frisch vom Baum genießen. Ein Nachteil dieser Zitrusfrüchte ist, dass diese verhältnismäßig vielen Kerne besitzt.

Verwendung der Amanatsu Zitrusfrucht

Gerne wird diese Frucht pur gegessen. Doch auch zu Marmeladen und Aufstrichen wird sie in Japan gerne verarbeitet. Wegen ihres kräftigen Aromas und der Balance zwischen Süße, Säure und Bitterstoffen ist sie auch eine gute Basis für sehr aromatische, alkoholische Getränke.

Auch ist in Japan der süßlich herbe Wein aus Amanatsu Zitrusfrüchten sehr beliebt. Die Schale kann zum Veredeln von Speisen und zum Würzen verwendet werden.

In Japan werden auch die Kerne der Amanatsu verzehrt. Diese werden in einem speziellen fruchtigen Gelee verzehrt oder dienen zum Verfeinern von Bubble Tee. Auch die Schale gilt kandiert als leckere Köstlichkeit.

Die Schalen stecken voll ätherischer Öle. Diese sind nicht nur bitter, sondern bestechen mit einem Duft, der beinahe der Bergamotte ähnelt.

In Japan wird das ätherische Öl gerne zur Herstellung von Parfums, Repellent als Schutz gegen Insekten und für Duftöle verwendet. Auch der Duft der Amanatsu, wie der aller Zitrusfrüchte, gilt als besonders Stimmungs aufhellend und wird gerne zur Therapie gegen Depressionen eingesetzt.

Auch gegen Kopfschmerzen soll der Duft der Amanatsu gut wirken. Japaner zerreiben bei Kopfschmerzen die Schale der Zitrusfrucht zwischen den Fingern, schnuppern daran und betupfen sich mit den dadurch austretenden, ätherischen Ölen die Schläfen.

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