Ananas in der Schwangerschaft? [Exkurs]

Noch immer ist das Gerücht weit verbreitet, dass Ananas in der Schwangerschaft nicht gegessen werden darf. Viele schwangere Frauen glauben, dass die Frucht eine Fehlgeburt auslösen könnte, da sie verschiedene Enzyme enthält.

Darf man in der Schwangerschaft Ananas essen?

Das ist jedoch ein Mythos. Die Ananas ist gut verträglich. Sie enthält den Wirkstoff Bromelain, der sich aus zwei Enzymen zusammensetzt und eine bestimmte Wirkung auf die Gebärmutter haben kann. Dieser Wirkstoff kann jedoch keine Wehen auslösen. In Ananas aus der Dose ist Bromelain nicht mehr enthalten.

Ananas als gesunde Tropenfrucht

Die Ananas ist eine gesunde Tropenfrucht mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen. Neben Vitamin C, das für die Immunabwehr unerlässlich ist, enthält sie das Provitamin A, das wichtig für Haut und Augen ist, sowie das Schönheitsvitamin Biotin, das für schöne Haare, feste Fingernägel und gesunde Haut sorgt.

Die Ananas ist reich an Spurenelementen. Eines dieser Spurenelemente ist Kalzium, das wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen ist. In der Schwangerschaft ist Kalzium wichtig, da es von Mutter und Kind benötigt wird.

Weitere wichtige Spurenelemente sind Magnesium, Eisen und Zink. Magnesium vermindert das Risiko an Krämpfen und fördert die Gesundheit der Muskeln.

Eisen ist wichtig für die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung durch das Blut.

Die Ananas hat einen süßen Geschmack, der allerdings bei der Verstoffwechselung kaum eine Rolle spielt. Ananas hat eine basische Wirkung auf den Körper und ist daher gut bei einer Übersäuerung geeignet, um den Körper zu entschlacken.

Alle diese positiven Eigenschaften der Ananas kommen auch schwangeren Frauen zugute.

Viele positive Argumente für Ananas in der Schwangerschaft

Die frische Ananas enthält den Wirkstoff Bromelain, dem die Eigenschaft nachgesagt wird, die Geburt zu erleichtern. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieser Wirkstoff vorzeitige Wehen auslösen kann.

Der Gebärmutterhals kann mit der Wirkung von Bromelain weicher und geschmeidiger werden. Die Ananas wirkt jedoch verdauungsfördernd.

Dabei wird vermutet, dass sich die verstärkte Darmtätigkeit auf die Gebäurmutter auswirken kann. Das ist allerdings nicht wissenschaftlich erwiesen.

Wer während der Schwangerschaft auf der sicheren Seite sein will, sollte keine frische Ananas, sondern Ananas aus der Dose essen. Die Ananas aus der Dose hat eine deutlich schwächere Wirkung.

Bromelain kann jedoch Darmparasiten angreifen und auf natürliche Weise zur Darmgesundheit beitragen. Auch im Kampf gegen Krebs spielen die in der Ananas enthaltenen Enzyme angeblich eine wichtige Rolle.

Was bei Ananas während der Schwangerschaft zu beachten ist

Schwangere sollten Ananas nicht in zu großen Mengen zu sich nehmen und sie sollte nicht täglich gegessen werden.

Es reicht aus, zwei Früchte innerhalb einer Woche zu essen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft sollte Ananas nur noch in geringen Mengen gegessen werden, da nicht erwiesen ist, wie sie sich auf die Wehen auswirkt.

Ananas aus der Dose kann unbedenklich verzehrt werden. Wer wissen möchte, wie viel Ananas während der Schwangerschaft und kurz vor der Entbindung geeignet ist, sollte den Arzt oder die Hebamme befragen.

Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich, abhängig von der körperlichen Veranlagung.

Einen weiteren spannenden Artikel zu Ananas in der Schwangerschaft findest du im übrigen auf der Webseite Schwangerschafts-ABC.de. Wir können dir diesen Artikel sehr empfehlen.



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