Bergamotte Pflanze

Bergamotte Pflanze – was du alles beachten musst

Wer sich selbst die Bergamotte als Pflanze halten möchte, sollte bereits vor dem Kauf überlegen, ob er die richtigen Standortbedingungen und Überwinterungsmöglichkeiten für dieses Bäumchen bereitstellen kann.

Denn, obwohl die Bergamotte nicht ganz so anspruchsvoll ist wie andere Zitruspflanzen, so braucht sie dennoch ein helles Plätzchen an der frischen Luft und im Winter ein geeignetes Quartier. Wir sagen dir, in welchem zu Hause sich die Pflanze am wohlsten fühlt und was du bei der Pflege unbedingt beachten solltest.

Der Standort der Pflanze

Die Bergamotte ist ursprünglich im Süden Italiens zu Hause und darf es sich dort bei 320 Sonnentagen und Temperaturen zwischen 7 °C und 40 °C gut gehen lassen. Demzufolge ist sie auch in unseren Breiten besonders auf Licht und Wärme angewiesen.

Als Zimmerpflanze eignet sich die Bergamotte daher nicht, sondern möchte von Mai bis Oktober (gern auch früher oder später, solange kein Frost zu erwarten ist) auf Balkon oder Terrasse, notfalls auch in einen lichtdurchfluteten Wintergarten. Ein Platz am Fenster genügt der Pflanze jedoch nicht.

Ihre Wurzeln müssen unbedingt vor praller Sonne geschützt werden, da diese ansonsten, trotz ausreichend feuchter Erde, verbrennen würden. Daher empfiehlt sich, bei sengender Hitze, den Wurzelballen mit einem weißen Tuch zu schützen.

Die richtige Erde für deine Pflanze

Nur weil Zitruserde draufsteht, muss noch längst nicht die optimale Erde für deine Bergamotte drin sein. Denn sie benötigt eine gute Drainage, nicht nur durch ein paar Löcher im Topf, sondern auch durch die passende Zusammensetzung des Bodens. Daher solltest du darauf achten, dass mindestens ein Drittel mineralische Anteile enthalten sind. Das können grober Sand, Kies, Splitt und Kalkstein, aber auch Blähton oder Lavastücke sein.

Umtopfen musst du deine Pflanze nur, wenn keine lockere Erde mehr im Topf, sondern alles mit Wurzelwerk durchzogen ist. Hier genügen allerdings ein paar Zentimeter mehr für die nächsten Jahre. Die Erde allerdings solltest du gut und gerne alle 2 bis 3 Jahre tauschen.

Gießen und Düngen der Bergamotte

Trotz einer guten Drainage solltest du genau darauf achten, dass sich keine Staunässe im Kübel bildet, denn dann können die Wurzeln faulen und die Pflanze stirbt im schlimmsten Fall ab. Daher ist es ratsam lieber wenig, dafür häufiger zu gießen und immer dann, wenn die obere Erdschicht im Topf trocken ist.

Gerade im Sommer wirst du merken, dass die Bergamotte etwas mehr Durst hat, hier kann es durchaus sein, dass sie täglich Wasser braucht, allerdings genügt ihr herkömmliches Leitungswasser.

Düngen solltest du die Pflanze einmal in der Woche, indem du dem Gießwasser einen geeigneten Zitrusdünger beigibst. Im Winter, außerhalb der Wachstumsphase, braucht die Bergamotte keine Nährstoffe zusätzlich zu denen im Boden und kommt daher ohne Dünger aus.

So überwinterst du deine Bergamotte

Gerade da die Pflanze bis zu 2,50 Meter hoch werden kann, solltest du dir vor dem Kauf ein geeignetes Winterquartier überlegen. Denn die Bergamotte ist nicht winterhart und verträgt daher nur ganz kurz ein paar Grad unter null.

Sie braucht es im Winter frostfrei, aber dennoch kühl und bevorzugt Temperaturen um die 8 °C, auf keinen Fall aber über 15 °C. Daher braucht sie einen ungeheizten, aber sehr hellen Raum. Generell gilt: Je weniger Licht eine Bergamotte zur Verfügung hat, umso kühler muss sie stehen. Um dennoch auf ausreichend Sonnenstunden zu kommen, kann man sich auch mit einer speziellen Pflanzenlampe helfen.

Die Bergamotte richtig schneiden

Ein generelles Ausästen sollte jedes Frühjahr erfolgen, um neuen Trieben eine Chance zu geben und eine schöne Verzweigung deiner Pflanze anzuregen. Sollte das Bäumchen dir und deiner Wohnung über den Kopf gewachsen sein, kannst du es natürlich auch richtig stutzen. Allerdings solltest du auch hier die Zeit nach dem Auswintern nutzen, um die neu geschöpfte Kraft der Pflanze zu nutzen.

Solltest du Triebe an deiner Bergamotte entdecken, die so ganz anders aussehen als der Rest, dann gleich weg damit. Da es sich bei der Pflanze um eine Veredlung handelt, treibt ab und an die Unterlage noch aus und versucht sich durchzusetzen.

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