Orangensaft in der Schwangerschaft

Orangensaft beim Stillen / in der Schwangerschaft – darf man das?

Wer schwanger ist und sich auf das Leben mit Kind vorbereitet, kommt um die guten Ratschläge von Müttern und Großmüttern oft nicht umhin. Doch was damals als verboten galt, kann heute schon überholt sein und so manche Ansichten über die Do’s und Don’ts in der Schwangerschaft und Stillzeit sind wohl eher den Erzählungen und Mythen der älteren Generation entsprungen als wissenschaftlich fundierten Studien.

So gibt es immer wieder die Aussage, dass während der Schwangerschaft und auch beim Stillen auf Orangensaft verzichtet werden soll. Woher diese Aussage stammt und ob dem tatsächlich so ist, das haben wir für dich herausgefunden.

Orangensaft beim Stillen – tatsächlich schädlich?

Der Genuss von Zitrusfrüchten während der Stillzeit soll den Po des Kindes wund machen, da die Säure aus Orangensaft und Co. in die Muttermilch übergeht. Auch auf Hülsenfrüchte, Kohl oder Zwiebeln soll demnach verzichtet werden, da diese Lebensmittel auch beim Kind zu Blähungen und Bauchweh führen können.

Erwiesen ist tatsächlich, dass ein Teil der Nahrung in die Muttermilch übergeht und diese Reaktionen im kindlichen Organismus auslösen können. Erwiesen ist aber auch, dass selbst ohne den Verzehr solcher Lebensmittel die Kinder an Bauchweh leiden, da sich der Verdauungstrakt erst einmal an die Arbeit nach der täglichen Nahrungsaufnahme gewöhnen muss.

Auch die Haut des Kinderpopos ist ohne unser Zutun Reizungen ausgesetzt und muss nicht nur mit Umwelteinflüssen, sondern auch mit dem „Klima“ in der Windel erst klarkommen. Das ist alles gar nicht so einfach und völlig normal, wenn man vorher 10 Monate lang nur unter Optimalbedingungen gelebt hat.

Darum gilt beim Stillen, nicht generell vonvorn herein auf Orangensaft oder andere Lebensmittel zu verzichten. Viele Babys haben damit keine Probleme. Wer merkt, dass Babys Po wund ist, kann den Orangensaft weglassen und schauen, ob sich der Zustand dadurch bessert. Wenn nicht, dann weiterhin guten Appetit.

Orangensaft in der Schwangerschaft und was du beachten solltest

Auch um den Genuss von Orangensaft in der Schwangerschaft ranken sich Mythen. So wird vor einer Übersäuerung des Körpers gewarnt und auf die Gefahren dieser Säure für den schwangeren Körper hingewiesen.

Die vielen guten und gesundheitsfördernden Eigenschaften werden, sobald eine Frau schwanger wird, plötzlich gar nicht mehr erwähnt. Warum eigentlich nicht? Gerade in der Schwangerschaft ist doch der Körper auf Vitamine und Nährstoffe angewiesen und sollte von der gesunden Wirkung dieser Zitrusfrüchte profitieren.

Die natürliche Säure im Orangensaft schadet laut Medizinern weder Mutter noch Kind, da es praktisch nicht möglich ist, den Körper mit natürlichem Vitamin C aus Früchten zu übersäuern. Frauen, die allerdings ohnehin in der Schwangerschaft an Sodbrennen leiden, können den Orangensaft als Schorle genießen und ihn somit etwas verträglicher machen.

Deshalb sollte auch hier gelten: Guten Appetit, solange es der Schwangeren gut tut und schmeckt.

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