Pampelmuse

Die wichtigsten Fakten über die Pampelmuse

Pampelmuse mit Schale

Es gibt nicht wenige Leute, die auch heute noch die Pampelmuse mit der Grapefruit verwechseln oder der Meinung sind, dass das doch das gleiche Obst, nur eine andere Bezeichnung wäre.

Dabei ist die Pampelmuse streng genommen sogar die Mutter der Grapefruit, denn diese entstand aus der Kreuzung der Pampelmuse mit der Orange.

Wobei die Orange ursprünglich auch aus der Kreuzung zwischen Pampelmuse und Mandarine entstanden ist.

So hat dieses Rautengewächs eine ganz schön verzweigte Familiengeschichte. Denn die Grapefruit wiederum wurde erneut mit der Pampelmuse gekreuzt und es entstand die Frucht, die uns seit den 70er Jahren als Pomelo oder auch Sweetie bekannt ist. Da kann man schon mal durcheinander kommen und nur erahnen, wie viele Zitrusfrüchte letztendlich in irgendeiner Art und Weise von der Pampelmuse abstammen.

Herkunft und Eigenschaften der Pampelmuse

Die Pampelmuse gilt als die größte Zitrusfrucht überhaupt und kann mit Früchten von bis zu 30 cm Durchmesser und einem Gewicht von durchaus über 2 kg sogar der nur geringfügig kleineren Pomelo den Rang ablaufen.

Während ihre Heimat Südostasien ist, werden die Pampelmusen heute auch in Japan, Taiwan, Indonesien, Thailand, Malaysia, China und Israel angebaut, erreichen von da aus aber kaum noch unsere Supermärkte. Beim Blick in die Obsttheken scheint es allerdings, als habe sich die Pampelmuse zurückgezogen und überlasse nun der Grapefruit das Terrain.

Die Bäume der der Pampelmuse werden bis zu 15 Meter hoch, haben große, immergrüne Blätter und sogar Dornen an den Blattachsen. Der lateinische Name der Pampelmuse lautet „citrus maxima“ und heißt wörtlich „größte Zitrone“, kann natürlich aber auch wahrheitsgetreu und frei als größte Zitrusfrucht übersetzt werden.

Die Pampelmuse von Schale bis Fruchtfleisch

Citrus Maxima (Pampelmuse)

Pampelmusen, deren Name aus dem Holländischen übernommen wurde, sind runde bis birnenförmige Früchte, die an einen kleinen abgeflachten Ball erinnern und daher etwas unförmig wirken. Sie haben eine gelbe bis gelbgrüne, sehr dicke Schale von ca. 1,5 Zentimetern, die sich jedoch leicht schälen lässt.

Das Fruchtfleisch ist rosa bis rot und von einer sehr festen und vor allem auch sehr bitteren Haut umgeben, die die einzelnen Segmente der Frucht voneinander trennt. Diese trägt zwar dazu bei, dass die Pampelmuse beim Schälen nicht saftet und auch das Trennen der Segmente ohne Tropfen und klebrige Finger vonstattengeht, allerdings sollte man diese vor dem Essen entfernen, da sie nicht nur ungenießbar, sondern auch schwer zu kauen ist.

Wie kann ich die Pampelmuse am besten genießen?


Die Pampelmuse, die es bei ihrer Lagerung eher kühl liebt, ist an sich relativ bitter im Geschmack, eine leichte Säure und Süße ist aber auch ihr, wie allen Zitrusfrüchten, eigen. Daher ist es eine gute Idee, die Pampelmuse als Snack für zwischendurch mit einem Schuss Ahornsirup, Honig oder auch Zucker zu genießen, das mildert die bittere Note und harmoniert perfekt mit dem Geschmack der Frucht.

Im Obstsalat verträgt sich ihr Geschmack eher nicht so gut mit anderen Zitrusfrüchten. Hier sollte man sie lieber mit Trauben, Apfel, Beeren, Banane oder Birne kombinieren, da im Zusammenspiel mit diesen Obstsorten ihr Aroma am besten zur Geltung kommt und sich optimal entfalten kann.

Einfach schälen, die Segmente trennen und essen sollte man die Pampelmuse auch lieber nicht. Die sehr feste und bittere Haut macht nicht nur den Geschmack der sonst sehr leckeren Frucht kaputt, auch das Kauen ist langwierig und mühsam und macht keine Lust auf mehr. So wird die Pampelmuse am besten filetiert genossen, da auch ein Auslöffeln des Fruchtfleisches durch die harten, zähen Häute nicht möglich ist.

Sind die vielen Bitterstoffe in der Pampelmuse eigentlich schädlich?

Keine Angst, dass die Pampelmuse so bitter ist, hat zwar mit Bitterstoffen zu tun, diese sind allerdings natürlichen Ursprungs und haben nichts mit dem angeprangerten Chinin der Industrie zu tun. Das wird vor allem Frauen in der Schwangerschaft freuen, aber auch Menschen, die dem skeptisch gegenüberstehen oder empfindlich reagieren.

Aufpassen sollte man aber während der Einnahme von Medikamenten, da diese durch die enthaltenen Bitterstoffe in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden können. Hier sollte man nicht unbedarft sein und bei der Verordnung von Arzneistoffen lieber seinen Arzt fragen, ob diese zusammen mit dem Verzehr der Pampelmuse unbedenklich sind oder man lieber während dieser Zeit auf die Zitrusfrucht verzichten sollte.

Ansonsten ist die Pampelmuse, wie all ihre Brüder und Schwestern unter den Zitrusfrüchten, reich an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen und hat dazu kaum Kalorien und Fett. Da kann man es sich wirklich gut schmecken lassen.

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