Zitronatzitrone

Die meisten kennen Zitronen, Orangen, Mandarinen, Grapefruits und Limetten. Doch die Familie der Zitrusfrüchte ist riesig. Bis heute sind etwa 1.600 Arten von Zitrusfrüchten bekannt. Der Ursprung aller Zitronensorten geht der heutigen Annahme nach auf die Kreuzung zwischen Bitterorange und Zitronatzitrone zurück. Die ursprüngliche Zitrone, Zitronatzitrone (und teilweise auch Ur-Zitrone oder Urzitrone) genannt, wird in den nächsten Kapiteln etwas genauer beleuchtet.

Die Herkunft der Zitronatzitrone


Die Zitronatzitrone war ursprünglich in Indien beheimatet. Bereits im dritten Jahrhundert vor Christus gelangte diese Frucht durch die Perser nach Italien.

Diese große, leuchtend gelbe Zitrone ist somit eine wahrlich antike Frucht. Heute ist sie vor allem in Kalabrien, Sizilien, Marokko, Griechenland und Korsika sehr beliebt. Für viele landestypischen Spezialitäten wird diese besondere Zitrone verwendet.

Die Zitronatzitrone wird auch in großem Stil in Puerto Rico angebaut. Aus der Zitronatzitrone wurden im weiteren Verlauf diverse andere Hybridzitronen, wie Bergamotte oder Höckerzitrone gezüchtet.

Aussehen der Zitronatzitrone

Die Zitronatzitrone wächst auf Sträuchern oder kleinen Bäumen. Junge Zweige dieser Sträucher weisen eine leicht rätliche Färbung auf.

Die Zweige sind an den Blattachseln mit dicken und kurzen Dornen besetzt. Die Blätter sind tief grün, oval und an den Enden leicht gezahnt. Die Blüten sind an den Oberseiten weiß, an der Unterseite rot, besitzen eine rote Blütenknospe und duften intensiv und verführerisch.

Zitronatzitronen werden sehr groß. Bei einer Länge von etwa 25 cm können die Früchte bis zu 4 kg schwer werden.

Die leuchtend gelbe und duftende Schale ist dick und sticht mit ihren unregelmäßigen Höckern ins Auge. Es umgibt ein dickes Mesokarp welches vermehrt verwendet wird. Tief im Inneren ist verhältnismäßig wenig Fruchtfleisch zu finden. Dieses ist hellgrün bis gelb, in mindestens 10 Segmente unterteilt, und schmeckt süß oder auch säuerlich.

Einführung der Zitronatzitrone in Europa

Die Zitronatzitrone kam im Jahre 70 nach Christus nach der Eroberung Jerusalems mit den jüdischen Migranten an die südliche Europaküste.

Noch heute hat diese Zitrusfrucht eine enorme spirituelle Bedeutung im Judentum. Sie gilt als jüdisches Symbol für diese Religion.

Auch in Asien hatte die Zitronatzitrone eine spirituelle Bedeutung und wurde bereits im 8. Jahrhundert vor Christus in den heiligen Schriften in Sanskrit erwähnt. Sie galt dort als Symbol Kuberas, dem Gott des Reichtums, der Kaufleute, des Handels und des Reichtums. Als Zeichen großer Wertschätzung werden diese Zitrusfrüchte noch heute in Geschenkskörben überreicht. Besonders bei Geschäftseröffnungen und Jubiläen sind diese Früchte als Präsent sehr beliebt.

Verwendung der Zitronatzitrone

Das Mesokarp, die mittlere Schicht des Fruchtfleisches, wird gerne zum Aromatisieren von Marmeladen, Gelees und Konfitüren verwendet.

Auch kommt es häufig in der zur Zeit trendigen Fusions-Küche vor. Ob asiatische und europäische Küche oder die Kombination orientalischer Speisen mit mediterranen Aspekten – hier greift man stets zur Zitronatzitrone.

Sie harmoniert mit kräftigen Kräutern wie Koriander und passt ausgezeichnet zu Chili, Fisch, Jakobsmuscheln und gilt zusammen mit Kalbsbries als wahre Delikatesse.

Es werden auch aromatisch feine Liköre aus der Zitronatzitrone hergestellt. In Italien werden diese Zitrusfrüchte gerne für den berühmten Limoncello verwendet. In Asien wird diese Zitrusfrucht auch als Opfergabe verwendet. Sie hat auch den Beinamen die Hand Buddhas.

Eine weitere Spezialität, die mit der Zitronatzitrone hergestellt wird ist ein spezielles, sizilianisches Carpaccio. Dazu wird die Zitrusfrucht gleich wie das Rinderfilet in hauchdünne Scheiben geschnitten und beides vereint sich mit etwas Olivenöl, frischem Basilikum und dünn gehobeltem Parmesan zu einer höchst aromatischen und schmackhaften Vorspeise.

In den meisten Fällen wird bei der Zitronatzitrone vor allem das fruchtige und fleischig weiße Mesokarp verwendet.

Diese Frucht verfeinert erfrischende Sommersalate. Dazu werden die dünnen Scheiben der Zitrusfrucht mit Essig, Öl, Honig, Meersalz und frischen Kräutern mariniert. Zitronatzitronen sind nicht nur sehr lecker, sie sind auch optisch ein wahrer Hingucker.

Die Schale und das Mesokarp eignen sich auch hervorragend zum Trocknen und Kandieren. Dehydriert wird die Zitrusfrucht zu aromatisch, knackigen Chips und in Zucker eingelegt ist das zitronige Aroma auch im Winter immer verfügbar.

Lagerung und Haltbarkeit der Zitronatztitrone

Die Zitronatzitrone sollte unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Haltbarkeit der reifen Zitrusfrüchte ist relativ kurz. Sie sollten immer trocken und einzeln, am besten gut belüftet aufbewahrt werden, da es ansonst sehr rasch zu einer Schimmelbildung kommen kann.

Fazit

Diese ursprüngliche Zitrusfrucht zählt zu jenen Sorten, die samt Mesokarp und Schale verzehrt werden. Wichtig ist es daher auf eine gute Bio Qualität zu achten. Die Früchte sollten stets unbehandelt sein und vor der Verwendung ordentlich gewaschen werden.

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